swissbib version 5

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Seit etwas mehr als zwei Monaten stellt swissbib Schritt für Schritt auf Version 5 um. Viele Komponenten der Software, die swissbib bilden, wurden aktualisiert.

Benutzeroberfläche (VuFind)

Für unsere Benutzeroberfläche verwenden wir die Open-Source-Software VuFind. Mit dem jüngsten Update arbeiten wir nun mit VuFind Version 5. Dieses Update bringt für swissbib folgende wichtigsten Verbesserungen mit sich:

  • VuFind 5 ist vollständig kompatibel mit der Bibliotheksverwaltungssoftware Alma von Ex Libris. Durch die Verwendung der APIs von Alma ist es nun auch möglich, direkt in VuFind Ausleihen einzusehen, Dokumentenlieferungen aufzugeben, ein neues Konto zu erstellen usw. Dies könnte nicht nur bei den heute bereits im Einsatz befindlichen Alma-Systemen (bspw. Alexandria-Verbund, Nationalbibliothek) helfen, sondern auch beim kommenden Verbund SLSP.
  • Dank verschiedener Optimierungen ist VuFind 5 schneller als seine Vorgängerversion. Einer der Hauptgründe dafür ist, dass auch das von VuFind verwendete Zend Framework aktualisiert wurde. Die heute eingesetzte Version 3 von Zend hat ebenfalls wichtige Weiterentwicklungen zu seinen Vorgängern erfahren.
  • VuFind 5 ist mit dem neuen Europäischen Datenschutzgesetz (DSGVO) kompatibel.
  • Viele weitere Verbesserungen sind online dokumentiert.

Suchmaschine (Apache Solr)

Für unsere Suchmaschine verwenden wir die Open-Source-Software Apache Solr. Wir arbeiten nun mit der Version 7.3 dieser Software (statt der Version 4). Derzeit verfügt swissbib über 30 Millionen Dokumente. Bisher haben wir eine „Master-Slave“-Konfiguration verwendet, d.h. die 30 Millionen Dokumente wurden auf jede Maschine kopiert, die als Suchmaschine diente. Dabei stiessen wir an die Grenzen der Machbarkeit einer solchen Architektur. Beim Upgrade auf Version 7 verwenden wir nun eine SolrCloud-Konfiguration. Das bedeutet, dass die Suche auf mehrere Maschinen verteilt wird. Derzeit setzen wir 4 Maschinen ein, die etwa 7,5 Millionen Dokumente enthalten. Dies ist zwar etwas komplizierter zu konfigurieren, hat aber den grossen Vorteil, dass bei zunehmender Dokumentanzahl einfach Maschinen zur Beibehaltung der Performance hinzugefügt werden können.

Linked Data

Auch die Prozesse, die die swissbib-Daten in verknüpfte Daten umwandeln, wurden aktualisiert, insbesondere die Software Metafacture 5, was bereits dazu geführt hat, dass doppelt so viele Autoren in swissbib mit Wikipedia verknüpft sind (vgl. früheren Blog-Artikel zu den Knowledge Cards). Um dies zu sehen, klicken Sie einfach auf das kleine „i“ neben dem Namen eines Autors, z.B. https://www.swissbib.ch/Record/162961022.

Ausblick

Nach diesen wichtigen Updates unserer Infrastruktur sind wir nun in der Lage, neue Funktionen viel einfacher zu implementieren. Einige unserer Projekte der kommenden Monate:

  • Anzeige der Dokumentenverfügbarkeit direkt in der Ergebnisliste
  • Hinzufügen einer Kantons-Facette mit einer Unterfacette je Bibliothek, die es ermöglicht, die Suche gezielt nach Bibliotheken einzuschränken
  • Deutliche Zunahme der Anzahl an Links zwischen den in swissbib präsentierten Autoren (Knowledge Cards) und ihren Entsprechungen auf Wikipedia
  • Verbesserung der Suchqualität und der Vorschläge, wenn keine Ergebnisse gefunden wurden
  • Bessere Dedublierung der Ergebnisse
  • Möglichkeit der Abstimmung und Anreicherung von Daten mit swissbib über OpenRefine und data.swissbib.ch
Depuis un peu plus de deux mois, swissbib est passé petit à petit sur sa version 5. De nombreuses briques des logiciels qui composent swissbib ont été mises à jour.

Interface utilisateur (VuFind)

Pour notre interface utilisateur, nous utilisons le logiciel open source VuFind. Nous fonctionnons désormais avec la version 5 de VuFind. Pour swissbib, les principales améliorations sont les suivantes:

  • VuFind 5 est complètement compatible avec le logiciel de gestion de bibliothèques Alma de la société ExLibris. En utilisant les API de Alma, il est possible de voir ses prêts, de passer des commandes de documents, de créer un nouveau compte … directement dans Vufind. Ceci pourrait être très intéressant avec le développement de SLSP.
  • VuFind 5 est plus rapide que VuFind 4 grâce à différentes optimisations. Une des raisons principales est que le framework utilisé par VuFind, Zend Framework, a lui aussi été mis à jour. Nous utilisons maintenant Zend Framework 3, qui est une évolution majeure de ce framework.
  • VuFind 5 est compatible avec la nouvelle loi européenne sur la protection des données (GDPR).
  • De nombreuses autres améliorations font partie de VuFind 5.

Moteur de recherche (Apache Solr)

Pour notre moteur de recherche, nous utilisons le logiciel open source Apache Solr. Nous fonctionnons désormais avec la version 7.3 de ce logiciel (en lieu et place de la version 4).

Actuellement, swissbib compte 30 millions de documents. Auparavant, nous utilisions une configuration „master-slave“, ce qui veut dire que les 30 millions de documents étaient recopiés sur chaque machine qui servait de moteur de recherche. Nous arrivions aux limites de l’exploitation d’une telle architecture. En passant à la version 7, nous utilisons désormais une configuration SolrCloud. Ceci signifie que la recherche est distribuée sur plusieurs machines. Actuellement, nous utilisons 4 machines qui contiennent environ 7.5 million de documents. Cette façon de faire est un peu plus compliquée à configurer, mais a le principal avantage suivant : lorsque le nombre de documents augmente, il n’y a aucun problème de performance, il suffit d’ajouter des machines.

Linked Data

Les processus qui convertissent les données de swissbib en linked data ont aussi été mis à jour, avec notamment l’utilisation de Metafacture 5. Ceci a déjà eu la conséquence suivante : deux fois plus d’auteurs dans swissbib sont liés à Wikipedia (cf. l’article sur les knowledge cards). Pour voir ceci, il suffit de cliquer sur le petit „i“ à côté d’un nom d’auteur, comme par exemple https://www.swissbib.ch/Record/162961022.

Perspectives

Après ces mises à jour essentielles de notre infrastructure, nous sommes maintenant en mesure d’ajouter beaucoup plus simplement de nouvelles fonctionnalités. Voici quelques projets pour les prochains mois :

  • Affichage de la disponibilité des documents directement dans la liste des résultats
  • Ajout d’une facette canton avec une sous-facette par bibliothèque, qui permet de restreindre la recherche
  • Augmentation majeure du nombre de liens entre les auteurs présents dans swissbib et leurs équivalents sur Wikipedia
  • Améliorations de la qualité de la recherche et des suggestions lorsque aucun résultat n’est trouvé
  • Meilleure dé-duplication des résultats
  • Possibilité de réconcilier des données avec swissbib en utilisant OpenRefine et data.swissbib.ch
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Was kommt die kommenden Jahre auf swissbib zu?

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Für swissbib war 2018 ein ereignisreiches Jahr. Nichts weniger als die Zukunft und der Weiterbetrieb der kommenden Jahre stand auf der Traktandenliste. Bereits im März berichteten wir über die Finanzierungsaktion, bei der wir sämtliche Bibliotheken, Archive und Dokumentationen, deren Bestände in swissbib recherchierbar sind, anschrieben und um finanzielle Unterstützung baten. Dafür haben wir ein umfangreiches Modell entwickelt, wie die einzelnen Institutionen anhand ihrer Bestandsgrösse, Anzahl Mitarbeitenden und Benutzer_innen eingestuft werden könnten. Unsere Bemühungen fanden Anklang und so können wir mit Stolz verkünden, dass der Betrieb von swissbib für 2018 bis 2020 gesichert ist – und dies sogar ohne zusätzliche Fördermittel von swissuniversities oder der Swiss Library Service Platform (SLSP). Dies haben wir unseren Partnern zu verdanken: über 280 Institutionen und Verbünde beteiligen sich nach ihren finanziellen Möglichkeiten an swissbib, nicht selten erhielten wir auch ein sehr positives Feedback («selbstverständlich helfen wir dabei, diesen wertvollen Dienst zu finanzieren»), das uns die grosse Bedeutung von swissbib für die Schweizer Bibliothekslandschaft vor Augen führte. Die dafür nötigen Arbeiten waren intensiv und absorbierten nicht wenige Personen: Rundbriefe waren zu schreiben (und Office-Probleme beim Versand zu beheben), Verhandlungen zu führen, Verträge aufzusetzen und der Rechnungsversand zu organisieren. Tatkräftige Unterstützung erhielt das swissbib-Team auch durch verschiedene Stellen der Universitätsbibliothek Basel. Für diese einmalige Aktion und das sehr positive Ergebnis möchten wir allen unseren Partnern, sowie auch der Buchhaltung, dem Sekretariat und der Direktion der Universitätsbibliothek Basel herzlich danken.

Womit werden wir uns, neben dem Betrieb des Metakatalogs, bis Ende 2020 beschäftigen? Einerseits nehmen wir die Feedbacks unserer Nutzer_innen auf und werden verschiedene Verbesserungen an der Recherchequalität und der Dedublierung von Datensätzen vornehmen. Stark beschäftigen wird uns auch die Unterstützung für SLSP: wir helfen tatkräftig mit bei der Zusammenführung, Bereinigung und Dedublierung der Metadaten in Ex Libris Alma. Auf verschiedenen Nebenschauplätzen beschäftigen wir uns zudem mit der Verbesserung der Linked-Data-Elemente und der Dienstleistung Private User Remote Access (PURA).

Schweizer Bibliotheks- und Verbundlandschaft heute (2018)

Schweizer Bibliotheks- und Verbundlandschaft ab 2021 (nach heutigem Wissensstand)

Auf strategischer Ebene werden wir uns mit den Visionen für swissbib ab 2021 beschäftigen. Es gilt die Frage zu klären, wie swissbib ab dann in, mit und um SLSP weiterbestehen wird. Die Gespräche mit SLSP starten noch in diesem Jahr. Ganz zentral scheinen uns folgende Fragen:

  • Wie sollen künftig fachspezifische oder lokale Suchbedürfnisse abgedeckt werden können? Für swissbib betrifft das insbesondere die bestehenden Spezial-Views swissbib Basel Bern und jusbib, aber auch bislang nicht realisierte Konzepte wie eine Suchoberfläche für historische Bestände der Schweiz (swissbib historic).
  • Welche Möglichkeiten bieten sich für die sogenannte sekundäre Kundengruppe von SLSP (sowie Partner in swissbib, die vermutlich nicht zu SLSP stossen werden)? Eine erste Auswertung ergab: Nur gerade 64% aller in swissbib nachgewiesenen Institutionen werden ab 2021 in SLSP integriert sein. Für über 330 Institutionen muss geprüft werden, welche Lösungen wir anbieten können und möchten.
  • Wie gehen wir mit innovativen Funktionen und Angeboten in swissbib um, die (noch) nicht ins Dienstleistungsportfolio von SLSP passen?

Hierfür versuchen wir möglichst bald erste Lösungsvorschläge zu skizzieren und vorzustellen. An Ideen mangelt es uns auf jeden Fall nicht.

2018 a été une année riche en événements pour swissbib. Rien de moins que l’avenir et la poursuite de l’exploitation au cours des prochaines années étaient à l’ordre du jour. Déjà en mars, nous avons rendu compte de la campagne de financement pour laquelle nous avons contacté par écrit toutes les bibliothèques, archives et centres de documentation, dont les fonds sont consultables sur swissbib et pour lesquels un soutien financier leur a été demandé. Pour ce faire, nous avons développé un modèle complet de classification des différentes institutions en fonction de leur taille, de leur nombre d’employés et de leurs utilisateurs. Nos efforts ont été plébiscités et nous sommes fiers d’annoncer que l’exploitation de swissbib est assurée de 2018 à 2020 – même sans financement supplémentaire de swissuniversities ou de la Swiss Library Service Platform (SLSP). Ce résultat nous le devons à nos partenaires: plus de 280 institutions et réseaux participent à swissbib en fonction de leurs possibilités financières, et nous avons souvent reçu des réactions très positives („bien sûr, nous contribuons au financement de ce précieux service“), ce qui nous a confirmé la grande importance de swissbib dans le paysage suisse des bibliothèques. Le travail requis était intensif et absorbait pas mal de personnes: des bulletins d’information devaient être rédigés (et des problèmes d’Office concernant l’expédition, à résoudre), des négociations devaient être menées, des contrats devaient être établis et l’expédition des factures devait être organisée. L’équipe swissbib a également bénéficié du soutien actif de différents départements de la Bibliothèque universitaire de Bâle. Nous tenons à remercier tous nos partenaires ainsi que le service de comptabilité, le secrétariat et la direction de la Bibliothèque universitaire de Bâle pour leur aide remarquable et le résultat très fructueux qui en découle.

Hormis l’exploitation du méta-catalogue, qu’allons-nous faire avant la fin de l’année 2020? D’une part, nous enregistrerons les commentaires de nos utilisateurs et apporterons diverses améliorations à la qualité de la recherche et à la déduplication des données enregistrées. Nous serons également très occupés avec le suivi du SLSP: nous participons activement à la fusion, au nettoyage et à la déduplication des métadonnées d‘Ex Libris Alma. Parallèlement, nous travaillons à l’amélioration des éléments de Linked Data et du service Private User Remote Access (PURA).

Paysage des bibliothèques suisses actuelles (2018)

Paysage des bibliothèques suisses après 2021 (en l’état des connaissances actuelles)

Sur le plan stratégique, nous nous intéresserons aux projets pour swissbib à partir de 2021. La question est de savoir comment swissbib continuera à exister dans, avec et autour du SLSP. Les pourparlers avec le SLSP commenceront cette année. Les questions suivantes nous semblent essentielles:

  • De quelle façon les besoins de recherche spécifiques ou locaux devraient-ils être traités à l’avenir? Pour swissbib, cela vaut en particulier pour les vues (Views speciale) existantes swissbib Bâle Berne et jusbib, mais aussi pour des concepts jusqu’à présent inexistants tels que l’interface de recherche pour les fonds historiques suisses (swissbib historic).
  • Quelles sont les opportunités pour les clients dits secondaires de SLSP (ainsi que pour les partenaires de swissbib qui ne sont pas susceptibles de rejoindre SLSP)? Une première évaluation a démontré que seulement 64% de toutes les institutions identifiées dans swissbib seront intégrées dans le SLSP d’ici 2021. Pour plus de 330 institutions, il convient de vérifier quelles solutions nous pouvons et voulons offrir.
  • Comment traitons-nous les fonctions et offres innovantes de swissbib qui ne font pas (encore) partie du portfolio SLSP?

Pour cela, nous essayons d’esquisser et de présenter les premières propositions de solutions le plus rapidement possible. Nous ne manquons certainement pas d’idées.

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