Aktualisierung auf github


Nachdem wir es ja versprochen hatten und bereits über Twitter nachgefragt wurde, haben wir jetzt unser github-Repository auf den neuesten Stand gebracht. Darin enthalten ist die Einbindung des PrimoCentral-Index und alle anderen Änderungen, die sich zum 1. April (bis heute) ergeben haben.
Damit sind die letzten Änderungen wieder besser nachnutzbar und für die Community leichter verfügbar.

swissbib und Heartbleed-Bug

Swissbib ist der einzige bibliothekarische Suchservice der Schweiz, der seit Ende Februar 2014 voll verschlüsselt ist. Damit stellt sich natürlich die Frage, ob der Service für den aktuell heiss diskutierten „Heartbleed“-Fehler anfällig war und es noch ist.

OpenSSL ist bei swissbib im Einsatz. Die von Ende Februar bis gestern eingesetzte Version gilt zwar als nicht verwundbar. Wir haben aber den Vorfall zum Anlass genommen, alle involvierten Systeme auf die aktuelle, ungefährdete Version zu heben. Ebenso wurden auf Anraten des URZ die eingebundenen Zertifikate präventiv ersetzt. Somit kann auf voller Linie Entwarnung gegeben werden.

Warum zwei Reiter?

doerte_tubfind_zwei_reiter

lambert_tubfind_zwei_reiter

Wir haben nicht viel Feedback auf unseren TUBfind-Relaunch mit der Zwei-Reiter-Lösung bekommen. Offenbar wurde er sogar für einen Aprilscherz gehalten. Dass es uns ernst damit ist, hat sich inzwischen aber wohl gezeigt. Drei Reaktionen, die über Twitter geäußert wurden, sind oben im Screenshot festgehalten.

Wir möchten aus diesem Anlass nochmal kurz erklären, weshalb wir die Lösung mit den zwei Reitern realisiert haben. Wir würden auch lieber nur eine Liste anbieten, und mit PrimoCentral ist theoretisch die Möglichkeit dazu gegeben (im Finc-Katalog der UB Leipzig wird die Vermischung bereits seit Jahren praktiziert, das ist ein weitaus passenderes Beispiel als Google Universal Search, das technologisch mit unserer Umgebung nicht vergleichbar ist). Im Vorfeld haben wir uns intensiv damit beschäftigt, aber unsere Testergebnisse waren eben (leider) nicht so positiv. Sowohl innerhalb des GBV-Index (der sich hinter dem „Bücher und mehr…“-Reiter verbirgt) als auch im PC-Index werden Suchergebnisse nach Relevanz gewichtet. Mischt man die Ergebnisse aus beiden Indizes in einer Ergebnisliste, kann es vorkommen, dass die Treffer aus *einem* Index sehr dominant sind.

Der für die Mischung derzeit verantwortliche Algorithmus kann aber heterogene Daten nur sehr begrenzt innerhalb eines kleinen Ergebnissets mischen. Weitere Probleme entstehen im Bereich der Facetten sowie bei der Möglichkeit, das Suchergebnis auszuweiten (über den Button „Auch in anderen Bibliotheken suchen“ bzw. „Weitere Ergebnisse“). Deshalb bieten wir die Ergebnisse nun getrennt an.

Wir behalten das im Auge und werden weiterhin versuchen, die Ergebnislisten zu vereinheitlichen und wieder zusammenzuführen. Zum jetzigen Zeitpunkt waren unsere Testergebnisse aber nicht überzeugend genug, um eine gemeinsame Ergebnisliste in die Öffentlichkeit zu entlassen. Bis es so weit ist, kann der Mehrwert, der sich aus dem erweiterten Datenschatz ergibt, immerhin schon genutzt werden.

Overview and advantages of the layered swissbib architecture

On the 10th of October 2013 the swissbib project offered a workshop within the framework of a meeting called “free software for libraries” organized by the EPFL Lausanne. (http://library2.epfl.ch). The slides and the manuscript of the presentation are available here:

The workshop, which was titled “swissbib for the short distance runner”, was divided into two parts: 
a) Description of the general architecture of the swissbib solution 
b) A “hands-on” workshop to introduce participants to the new swissbib open source presentation component based on VuFind2 (available at https://github.com/swissbib/sbvf2 ). The basic installation of the discovery tool is very fast (hence the title, “swissbib for the short distance runner”). The swissbib search index (http://search.swissbib.ch),  is available to everyone, and may be used for a local installation.

Brief summary of the main architectural principles of the swissbib solution:

a) It uses a layered architecture with dedicated components. The components communicate with each other via well-defined interfaces. Most of these interfaces are also available to external services and to external users.
b) This type of architecture makes it possible to combine open source components with commercial ones. Although we emphasize the potential and flexibility of open source software, we also want to combine the best components and services available at the moment – for the benefit of users and institutions. Currently the datahub of the swissbib solution is based upon commercial software. The rest is open source software – available at https://github.com/swissbib/  

Over the last four years, the flexibility of our infrastructure made it possible to integrate the latest software developments pertaining to the areas of general information retrieval and discovery services – always with the aim to enhance the quality of our product.
Two years ago we replaced our FAST search server with the current de facto standard SOLR / Lucene.
Within the last eight months we changed the presentation component from TouchPoint to VuFind2 in light of the many advantages of using an open source solution which has been adapted by many libraries all over the world – a solution for which the number of  participants is constantly growing.
This improvement of the presentation component was not only for the benefit of the swissbib service  but also for other institutions which are interested to use  the component for their own purposes.
Those institutions which would like to tailor the basic swissbib components are able to collaborate with external companies even in Switzerland .  Swissbib  collaborates  with the company  snowflake in Zürich (http://blog.snowflake.ch/). The result of such a local collaboration is that professional knowledge to set up discovery services is available for  institutions within a short distance which makes cooperation very efficient.
     

Future directions for our infrastructure – a forecast for 2014 and beyond

We continue to pursue in further extension of our layered architecture. Currently we are refining ways to integrate the highly scalable components of the infrastructure developed for the Culture Graph project of the German National Library (culturegraph) to transform the swissbib content into Semantic Web formats. These components are already sucessfully used by other library organizations and projects (such as lobid.org) and would interconnect the swissbib content generated by Swiss libraries with the Linked Open Data movement.

Preview auf das neue swissbib – die Datenbasis

Die Datenbasis von swissbib wurde 2009 unter der Voraussetzung aufgebaut, dass sie ausschliesslich für die Suche in swissbib verwendet werden sollte.
In den folgenden Jahren hat sich gezeigt, dass der swissbib Datenpool aufgrund seiner schweizweiten Alleinstellung auch für andere Zwecke verwendet werden könnte.

Zum Abgleich bibliographischer Daten mit externen Dienstleistern wie WorldCat
Zur

Preview auf das neue swissbib – die Oberfläche

Im Lauf dieses Jahres wurde fieberhaft am neuen swissbib gearbeitet. Seit heute ist eine Previewversion unter https://test.swissbib.ch live.

Ohne das grundlegende Design allzu stark zu verändern wurde die Suchoberfläche ausgetauscht. Damit schliesst sich der Prozess ab, der letztes Jahr mit der Umstellung der Suchmaschine begonnen hat.
Gleichzeitig wurde die Datenbasis von swissbib komplett neu strukturiert und aufgebaut.
Das neue swissbib ist insgesamt flexibler und besser für zukünftige Entwicklungen gerüstet, dies nicht zuletzt aufgrund des vermehrten Einsatzes von OpenSource Software.
Gleichzeitig wurde versucht, möglichst viele der über die Jahre zusammengetragenen Vorschläge umzusetzen. Über Feedback sind wir natürlich weiterhin froh.

Neue Funktionen

Besonders hervorzuheben ist die Bestellfunktion in swissbib, die aktuell für den IDS Basel/Bern freigeschaltet ist und auf http://baselbern.swissbib.ch getestet werden kann. In swissbib wird die Funktion erst mit dem Livegang aktiviert und kann in der Folge für weitere Verbünde aktiviert werden.

Designanpassungen

  1. Auf vielfachen Wunsch wurde der Suchschlitz auf der Startseite verlängert. Dafür wird auf die Filteroption verzichtet, die aber weiter als Facette auf der Trefferliste angezeigt wird.
  2. Die Facetten wurden umgestaltet, so lässt sich die Jahresfacette individuell anpassen. Die übrigen können nun in einem Schritt auf 100 Einträge erweitert werden anstatt  mehrmals in 10er Schritten.
  3. Die Exemplaranzeige ist schlanker und für neue Anforderungen wie Bestellung aus swissbib gerüstet

Umgestaltete Funktionen

  1. Die Favoritenbibliotheken wurden neu implementiert. Es werden nur noch nutzerrelevante Bibliotheken angezeigt anstatt alle in der Verwaltung verwendeten Zweigstellen.
  2. Dies bedingt auch die Umstellung der swissbib Bibliothekenverwaltung, die neu mehrsprachige Info-Links, verbundunabhängige Gruppierung für verschiedene Views und die gezielte Freischaltung bestimmter Bibliotheken per view ermöglicht. Aktuell werden die Daten nur in swissbib genutzt. Es ist aber geplant, sie öffentlich zugänglich zu machen.
  3. Die Anmeldung in erfolgt nun komplett mit switch-Services, was v.a. für nichtuniversitäre Nutzerinnen und Nutzer eine Verbesserung hinsichtlich Sicherheit und Komfort bedeutet.
  4. Die Darstellung von mehrstufigen Aufnahmen wurde komplett überarbeitet und zeigt nun einen hierarchischen Baum an.
  5. Stark erweitert wurde das Angebot an Exportformaten. Neben CoiNS für Zotero und Citavi sowie Endnote lokal werden neu Endnote-Web, Refworks, bibTEX  und RDF angeboten – nur für Fachleute interessant ist MarcXML.
  6. Verbessert wurde die Druckfunktion, die nun über das entsprechende Icon und den Druckbefehl des Browsers ausgelöst werden kann.
  7. Auf vielfachen Nutzerwunsch wurde die Merklistenfunktion erweitert, so dass neu Merklisten auch öffentlich zugänglich gemacht werden können.
  8. Eine Erleichterung bringen stabile URLs, die direkt aus der Adressleiste des Browsers kopiert werden können. Die bisherige Permalinkfunktion entfällt damit.
  9. Angenehm ist auch die verbesserte Stabiblität der Suchsessions, die über längere Zeit erhalten bleiben.
  10. Weiterhin verfügbar sind alternative Bestelloptionen wie EOD. Neu dazu kommt die direkte Verlinkung auf Lagepläne interessierter Bibliotheken.

Entfernte Funktionen

  1. Reviews und Tags bei Büchern wurden während der letzten vier Jahre so gut wie nicht verwendet und fallen deshalb weg. Weiterhin vorhanden sind Tags bei den Merklisten, wo sie auch vermehrt eingesetzt wurden.
  2. Die bisherige Permalinkfunktion mit direktem Sharing wird ebenfalls nicht mehr angeboten, da mittlerweile eine einfachere Lösung existiert. Falls entgegen der tiefen Nutzungszahlen der bisherigen Funktion weiterhin Bedarf besteht, freuen wir uns über Feedback. 

Ein zweiter Artikel widmet sich der neu gestalteten Datenbasis, die die Grundlage für Suche und Oberfläche bildet:

    Alexandria-Daten aufgrund Bibliothekssystemmigration ab Ende November 2013 nicht mehr aktualisiert

    Die Daten des Bibliotheksverbundes Alexandria können aufgrund der Migration auf ein neues Bibliothekssystem ab Ende November bis auf weiteres in swissbib nicht aktualisiert werden.
    Die Altdaten sind aber weiterhin in swissbib vorhanden und bleiben mit dem bisherigen System verlinkt. Sobald eine Verlinkung mit dem neuen System möglich ist, werden wir umstellen.
    Wir bitten allfällige Probleme zu